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Rezension zu "Das brennende Einhorn" von Matthias Lange


Vorwort


Ladies and Gentlemen,

heute kommen wir schon das zweite Mal zusammen, um ein Buch von @matthiaslangeautor zu besprechen, doch heute gibt es 100% mehr Regenbögen und Feuersbrunst, denn wir quatschen über das brennende Einhorn.


Hier sind einige wichtige Informationen zum Buch:

  • Es wurde am 21.06.2023 im Selbstverlag über Tredition veröffentlicht.

  • Das Genre ist High Fantasy.

  • Das Buch umfasst insgesamt 206 Seiten und ist sowohl als Softcover-Ausgabe (Preis: 11,99 €), als Hardcover (Preis 19,99 €) und auch als eBook (Preis: 4,99 €) erhältlich. Hörbuch-Fans können zudem das Hörbuch für 7,99 € erwerben.


Klappentext:

„Kwill ist eine Adeptin der Inquisition. Sie wird ausgebildet, magische Entitäten, abtrünnige Zauberer oder sogar Drachen zu jagen. Doch ein Auftrag geht schief und sie wird unter Arrest gestellt. Lange muss sie auf ihren Prozess warten, doch plötzlich wird sie mit Inquisitor Orlin auf eine Mission entsandt. Das weckt Misstrauen in ihr. Besonders, weil sie Orlin noch nie gesehen hat. Als der verschwiegene Mann dann endlich sein Schweigen bricht, traut sie ihren Ohren kaum. Die beiden sollen tatsächlich ein Einhorn jagen. So amüsant das zu Anfang klingt, so schnell wird Kwill klar, dass mehr hinter der ganzen Sache steckt. Die Suche nach Antworten beginnt, denn der Tod ist ihr bereits auf den Fersen.“



Nun wünsche ich euch viel Spaß mit meiner Analyse und Bewertung.


Abschnitt 1: Setting und Stil


Das Szenario der Novelle ist in derselben fiktiven Fantasywelt angesiedelt wie bereits das Erstlingswerk des Autors. Es präsentiert uns eine vergleichsweise klassische, mittelalterliche High-Fantasy-Umgebung, in der sorgfältig ausgearbeitete gesellschaftliche Strukturen existieren, die subtile Anspielungen auf Stereotypen und Vorurteile gegenüber den verschiedenen Völkern beinhalten. Im Vergleich zum Erstlingsroman zeichnet sich die Novelle durch eine düstere Stimmung aus, die konstant eine leicht zwielichtige Atmosphäre erzeugt und dem Leser über längere Passagen hinweg ein Gefühl der Beklemmung vermittelt.

Der Schreibstil des Autors ist schlicht, aber flüssig und äußerst gut lesbar. Zudem zeigt er eine erfreuliche Neigung, seine Schauplätze und Situationen auf immersive Weise zu beschreiben, jedoch ohne dabei in übermäßigen Detailreichtum zu verfallen. In Bezug auf nennenswerte Schwächen sehe ich keine, dafür jedoch eine erfrischend derbe Art des Humors, die der Autor zu passenden Gelegenheiten gekonnt einsetzt, was ich an dieser Stelle gerne anerkennen möchte. 😉


Abschnitt 2: Handlung

Die Handlung von "Das brennende Einhorn" verläuft geradlinig, doch bleibt dennoch interessant. Es gibt keine wesentlichen Abweichungen vom Hauptverlauf, jedoch sind die Ereignisse stimmig und gut miteinander verknüpft. Besonders amüsant und geschickt gewählt empfand ich die Ausgangsprämisse mit dem vermeintlich feindlichen Einhorn, die ein gängiges Genre-Klischee auf charmante Weise bricht.

Trotz der Präsenz einer namhaften Verschwörung und eines Plottwists gegen Ende des Buches entwickelt sich die Handlung nicht unbedingt überraschend. Dies ist jedoch keinesfalls ein Mangel, da die Geschichte in sich sehr gut funktioniert. Die Novelle erfüllt äußerst geschickt ihre Funktion, indem sie einen unterhaltsamen Nachmittag bietet, ohne dabei übermäßige Anstrengung oder Konzentration zu erfordern – eine Eigenschaft, die ich dem Buch außerordentlich positiv anrechne.


Abschnitt 3: Charaktere und ihre Entwicklung


Kwill und Orlin sind zwei faszinierend konträre Persönlichkeiten, die jedoch auf bemerkenswerte Weise miteinander harmonieren. Die Art und Weise, wie ihre Beziehungen und Interaktionen gestaltet sind, verleiht den Charakteren eine überzeugende Tiefe und trägt maßgeblich zur Entwicklung der gesamten Handlung bei. Der Autor zeichnet ein glaubhaftes Bild davon, wie sich ihre Beziehung im Laufe der Geschichte entfaltet, was dazu beiträgt, dass sowohl die Charaktere selbst als auch die umgebende Handlung an Substanz gewinnen.

Besonders beeindruckend ist die Fähigkeit des Autors, Charaktere von inhaltlicher Integrität zu erschaffen, die dennoch fest in der Realität verankert sind. Die Figuren wirken authentisch und greifbar, was es dem Leser ermöglicht, sich mit ihnen zu identifizieren und in ihre Welt einzutauchen. Diese geschickte Charakterentwicklung trägt maßgeblich zur Wirkung der Novelle bei und verleiht ihr eine Tiefe, die über das rein Handlungsbasierte hinausgeht.


Allgemeine Produktqualität: Für meine Rezension hatte ich das Privileg, eine kostenfrei zur Verfügung gestellte Softcover-Ausgabe von "Das brennende Einhorn" zu verwenden, die den üblichen Qualitätsstandards von Tredition in hohem Maße entspricht. Die Haptik des Buches ist äußerst ansprechend, und die Druckqualität des Inhalts im Inneren des Buches zeigt sich als durchweg sauber und von hoher Qualität. Das Layout und die visuelle Gestaltung des Buchinneren sind gut durchdacht und professionell umgesetzt. Einzig die Schädel-Vignetten könnten leicht den Eindruck eines Designs aus den 1990er Jahren erwecken.

Das Cover des Buches harmoniert effektiv mit dem Genre und der Handlung, und die Druckqualität ist beeindruckend hoch. Während meiner Rezension stieß ich lediglich auf vereinzelte stilistische Wiederholungen, jedoch konnte ich keinerlei Rechtschreib-, Grammatik- oder Tippfehler ausmachen. Insgesamt hinterlässt das Buch einen äußerst positiven Gesamteindruck hinsichtlich seiner Qualität und Präsentation.


Bewertung, Fazit, Kaufempfehlung:


Bewertung


Stil: 8,9/10

Der Stil ist durchweg ansprechend und solide, mit einer konsistenten Qualität über die gesamte Novelle hinweg. Das High-Fantasy-Setting ist gut ausgearbeitet, ohne dabei zu überladen zu wirken, und bewahrt einen anhaltenden Eindruck von Bodenständigkeit, auch wenn mitunter eine robuste Maskulinität im Humor zum Ausdruck kommt.- ich gebe 8,9 Punkte.


Handlung und Erzählung: 8,7/10 Die Handlung ist in klassischer Weise erzählt und dennoch äußerst spannend. Besonders gefiel mir die Prämisse, die das Einhorn zunächst als vermeintlichen Antagonisten darstellt und dabei eine gewisse Genre-Ironie gekonnt einsetzt.- 8,7 Punkte.

Charaktere: 8,8/10

Die Charakterentwicklung der beiden Hauptfiguren Kwill und Orlin ist zwar nicht übermäßig ausgeprägt, jedoch vermittelt sie eine atmosphärische und glaubhafte Entwicklung. Zudem strahlt sie einen angenehmen Hauch von Freundschaft aus. – ich gebe hier 8,8 Punkte.

Produktqualität: 9,0/10

Die Produktqualität ist einwandfrei. Druck und Cover entsprechen den hohen Standards von Tredition, und der Text weist kaum nennenswerte Fehler oder stilistische Mängel auf. – da kann man durchaus 9/10 Punkten geben.

Gesamtwertung: 8,9/10

Fazit und Kaufempfehlung

Insgesamt präsentiert "Das brennende Einhorn" eine erstklassige Produktqualität mit hervorragendem Druck und ansprechend gestaltetem Cover. Die Handlung ist klassisch, aber spannend erzählt und überrascht mit einer genre-ironischen Prämisse. Die Charakterentwicklung ist atmosphärisch und glaubhaft, wobei sie eine angenehme Freundschaftsdynamik vermittelt. In Bezug auf den Text fallen keine signifikanten Fehler auf, und stilistische Mängel sind äußerst selten. Kurz gesagt, dieses Buch bietet eine gelungene Mischung aus Qualität und Unterhaltung und ist eine klare Kaufempfehlung für Liebhaber von High Fantasy.


Ich spreche eine volle Kaufempfehlung aus.


Fare thee well, my friends!

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